Demo gegen den hessischen Unternehmertag 2010

Gegen Lohnarbeit, Leistungsterror und Standortkonkurrenz – Die Krise heißt Kapitalismus!

Krise? Welche Krise?

Diesen Herbst will die Bundesregierung die Kosten für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland in der Krise des Kapitalismus mit einem weiteren Kürzungspaket auf dem Rücken von Lohnabhängigen und Erwerbslosen abladen. Fast zeitgleich werden den Atomkonzernen Milliarden geschenkt. Soziale Bewegungen und GewerkschaftlerInnen machen dagegen bei zahlreichen Sozialprotesten und beim nächsten Castortransport mobil. Währenddessen findet in der Kurstadt Wiesbaden ein bemerkenswerter Event statt. Am Dienstag, den 26. Oktober, lädt der Verband hessischer Unternehmer (VhU) hier zu seinem jährlichen „Unternehmertag“. Erwartet werden über 1200 UnternehmerInnen und PolitikerInnen, die unter dem Motto „Mit Energie in Deutschlands Zukunft“ nicht nur „Gute-Laune-Jazz“, sondern auch Reden verschiedener „wirtschaftlicher und politischer Experten“ hören wollen. Geboten werden wieder einmal Vorschläge wie Hartz IV und staatlicher Arbeitszwang „effektiver“ organisiert und die nationale Komplizenschaft mit dem „Exportweltmeister Deutschland“ in der Standortkonkurrenz gegen den Rest der Welt enger geschnürt werden kann. Doch damit nicht genug: Höhepunkt des Abends wird auch dieses Jahr die Krönung der „Hessenchampions“, d.h. der Firmen, die trotz oder gerade wegen der Wirtschaftskrise ihre Weltmarktanteile ausbauen konnten. Das nationale Kapital, sein Staat und dessen Fans haben also Grund zu feiern – da wollen wir nicht fehlen. Der Inszenierung einer happy Standortfamily, deren nationaler Zusammenhalt in Wahrheit nichts anderes als die konstante Verschlechterung der Lebensbedingungen im Innern und eine erbarmungslose Konkurrenz nach außen bedeutet, setzen wir eine klare Absage entgegen: Wir machen keinen Finger krumm „damit Deutschland gestärkt aus dieser Krise hervorgeht“ (Merkel). Denn der Skandal sind weder „Sozialschmarotzer“ noch „Pleitegriechen“, sondern vielmehr das kapitalistische System, in dem der technologischer Fortschritt nicht endlich zur Befreiung von Armut und Lohnarbeit, sondern stets zu neuen Angriffen auf Arme, Erwerbslose und Lohnabhängige führt – hier und erst recht anderswo.

Demo gegen den hessischen Unternehmertag 2010

Gegen Lohnarbeit, Leistungsterror und Standortkonkurrenz – Die Krise heißt Kapitalismus!

Dienstag, den 26. Oktober 2010

19 Uhr Hbf Wiesbaden

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25.10. Lisa Treffen

Um 20:00 Uhr in der Oetinger Villa
Treffen der Libertären Sozialarbeitenden

Demo am 18.09. in Bensheim

In den nächsten Tagen folgt der Aufruf auf http://juzmaraldo.blogsport.de

Kellerkinder Soliparty am 10.09.

Die ASJ Darmstadt/LSD [Libertäre Sozialist_innen Darmstadt] verantalten am 10.09. eine Soliparty in der Oetinger Villa.

Der Gewinn kommt sowohl der LSD, als auch der Antirepressionsarbeit in der Region zugute.

Eintrittspreis ist €3, Einlass ab 22:00h. Das Lineup ist wie folgt:
- Dub Delirium [Dubstep aus Darmstadt]
- Sam Cox [Minimal/Techhouse aus London]

Stoppt die Repression / Demo am 26.

Fight Repression!

Aufgrund von mehreren Hausdurchsuchungen bei Darmstädter AntifaschistInnen, noch mehr Vorladungen zu Erkennungsdienstlichen Behandlung beim Staatsschutz, sowie mehrerer Verfahren gegen MitgliederInnen der gewerkschaftlichen Arbeitslosen-Initiative (GALIDA) wegen Hausfriedensbruch und Freiheitsberaubung, startet in Darmstadt eine Kampagne gegen Repression. Infos zu den Hintergründen sowie den anstehenden Aktionen findet ihr unter fightrepression.blogsport.de

Die Kampagne Startet mit einer Demo am 26. Juni. Los gehts um 14:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz.